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Urteil: Alle Mitarbeiter müssen sich an betriebsübliche Arbeitszeit halten

Urteil: Alle Mitarbeiter müssen sich an betriebsübliche Arbeitszeit halten Bild: © DOC RABE Media - Fotolia.com

Mitarbeiter eines Unternehmens, in denen es feste Arbeitszeiten gibt, müssen sich an diese halten, auch wenn die Arbeitszeit nicht in ihrem Arbeitsvertrag geregelt ist. So hat jetzt das Bundesarbeitsgericht geurteilt.

Betriebsübliche Arbeitszeiten gelten für alle Mitarbeiter eines Betriebes, auch wenn sie außertariflich beschäftigt sind. Hält ein Mitarbeiter diese Arbeitszeitregelung nicht ein, riskiert er eine Reduzierung seines Gehalts, wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschieden hat.

Im konkreten Fall ging es um eine heute 44 Jahre alte Frau, die beim Energiekonzern RWE als Referentin angestellt war. Sie war verantwortlich für Strategien der Gas-Vermarktung und hatte ein Jahresgehalt von 95.000 Euro. Eine feste Arbeitszeitvereinbarung fehlte jedoch in ihrem Vertrag. Darin hieß es lediglich, die Mitarbeiterin müsse bei Bedarf „auch außerhalb der betriebsüblichen Arbeitszeit tätig werden“.

Medienberichten zufolge hatten sich bereits im Herbst 2010 rund 700 Minusstunden auf dem Konto der Mitarbeiterin angesammelt. Daraufhin forderte sie RWE auf, die betriebsüblichen 38 Wochenstunden im Unternehmen zu sein. Dieser Forderung kam die Frau jedoch nicht nach, arbeitete stattdessen im Dezember 2010 lediglich 20 Stunden wöchentlich, im Januar nur fünfeinhalb Stunden. Ihr Gehalt wurde daraufhin um insgesamt 7.000 Euro reduziert.

Vermehrt Probleme durch falsche Arbeitszeiterfassung

Die Frau klagte und argumentierte vor Gericht, sie sei vertraglich nicht zu einer Arbeitszeit von 38 Stunden verpflichtet, sondern erfüllte ihre Arbeitspflicht schon dann, wenn sie die ihr übertragenen Aufgaben erledige. Ihr Gehalt müsse ihr unabhängig von den Arbeitsstunden gezahlt werden. Das Gericht gab der Frau jedoch Unrecht. Das Urteil: Wenn die Arbeitszeit nicht im Arbeitsvertrag geregelt ist, so gilt auch für außertarifliche Mitarbeiter „die betriebsübliche Arbeitszeit als vereinbart.“

Zeiterfassung von Mitarbeitern führt in Unternehmen immer wieder zu Problemen. Gerade Mitarbeiter, die viel auf Reisen sind, haben Probleme, ihre Arbeitszeit im Nachhinein zu erfassen. Dies geht oft zulasten des Mitarbeiters und des Unternehmens. Um derartigen Problemen vorzubeugen, gibt es jetzt ein Programm, das die Arbeitszeit des Mitarbeiters während der Ausführung einer Tätigkeit erfasst und nicht erst im Nachhinein – egal wo und in welcher Zeitzone er sich gerade befindet. Zeiterfassung mobil und online mit timr ermöglicht Arbeitgebern und Arbeitnehmern daher ein komfortables System zur Zeitabwicklung, so dass es zwischen den Parteien gar nicht erst zu Unstimmigkeiten kommen kann.

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