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Verfahren soll wegen Erkrankung eines Verteidigers am 3. März fortgesetzt werden
Im Fall der von ihrer Mutter über Jahre misshandelten Lea-Marie aus Teterow wird das Urteil gegen eine frühere Jugendamtsmitarbeiterin voraussichtlich erst Anfang März fallen. Wegen Erkrankung eines Verteidigers der 56-jährigen Angeklagten wurde der für Dienstag erwartete Richterspruch des Güstrower Amtsgerichts verschoben. Den Gerichtsangaben zufolge soll das Verfahren am 3. März fortgesetzt werden.
Im Prozess geht es um mögliche Verfehlungen des Jugendamtes. Seit dem 10. Februar muss sich die Frau deshalb wegen Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung vor Gericht verantworten. Die Versäumnisse hatte sie zum Verhandlungsauftakt gestanden. Die Angeklagte bestätigte in einer von ihrem Anwalt verlesenen Erklärung, dass sie im Mai 2003 einen Anruf einer Krankenhausärztin über verdächtige Verletzungen des kleinen Mädchens entgegengenommen habe. Da sie jedoch eigenen Angaben zufolge nicht für den Fall zuständig gewesen sei, habe sie ihrer Kollegin lediglich einen Zettel mit dem Hinweis auf den Anruf hingelegt und habe nichts weiter unternommen.
Im Januar 2007 war die Mutter von Lea-Marie zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Dass die Hausfrau ihrer Tochter in etwa zwei Dutzend Fällen Kalkreiniger und Essigessenz eingeflößt sowie das damals 15 Monate alte Kind absichtlich mit kochend heißem Wasser überbrüht hatte, sah das Rostocker Landgericht als erwiesen an. Erst nach vier Jahren, im Sommer 2006, war der Fall von Kindesmisshandlung von einem Arzt aufgedeckt worden, dem die häufigen Krankenhausbesuche aufgefallen waren. (ddp/ba)
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