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USA: Giftanschlag auf US-Senator verhindert

USA: Giftanschlag auf US-Senator verhindert USA: Giftanschlag auf US-Senator verhindert © Jens Koehler/dapd

In den USA wurde ein Giftanschlag auf einen US-Senator verhindert. Der Brief, der von der Poststelle des US-Kongresses abgefangen wurde, enthielt tödliches Rizin.

In den USA konnte ein Giftanschlag auf einen US-Senator verhindert werden. Wie bekannt wurde, wurde der Brief rechtzeitig von der Poststelle des US-Kongresses in Washington abgefangen. Er enthielt nach Berichten des Magazins Politico hochgefährliches Rizin. Rizin kann bereits in geringen Mengen tödlich sein. Nach aktuellen Informationen soll der Brief an den republikanischen Senator Roger Wicker adressiert gewesen sein. Er stammt aus Mississippi.

Der Brief soll von einem Verdächtigen abgeschickt worden sein, der regelmäßig Post an die Gesetzgeber in Washington schicke. Die Post an Wicker wurde in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee abgestempelt. Im Kapitol wurden nach dem Rizin-Fund vorerst alle Poststellen geschlossen.

Wie durch einen Mitarbeiter von Harry Reid, dem Vorsitzenden der Demokraten im Senat, erklärt wurde, sei das Gift von Behördenvertretern im Rahmen einer Routinekontrolle entdeckt worden. Das Büro des Senators hat der Brief dank der Kontrolle jedoch nicht erreicht. Derzeit ist noch vollkommen unklar, ob es zwischen dem Rizin-Brief und dem Bombenanschlag in Boston einen Zusammenhang gibt. Über eine mögliche Verbindung lasse sich nach Erklärungen des Vizefraktionschefs der Demokraten im Senat, Richard Durbin, bislang noch nichts sagen.

Bei Rizin handelt es sich um einen der giftigsten Eiweißstoffe, der in der Natur vorkommt. Der Stoff wird aus den Samen des sogenannten Wunderbaums gewonnen. Schon in kleinen Dosen hat Rizin eine tödliche Wirkung. Derzeit gibt es für den Stoff kein Gegengift. Gelangen sie in den menschlichen Organismus, reichen bereits 0,25 Milligramm Rizin aus, um schließlich einen Menschen zu töten.

Nach Einschätzungen der US-Gesundheitsbehörde CDC handelt es sich um eine vorsätzliche Handlung, wenn Rizin hergestellt und schließlich zur Vergiftung von Menschen verwendet wird. Mit dem Anschlag auf den Senator wächst nun auch die Angst vor einer neuen Terrorwelle in den USA. Dabei war zunächst vollkommen unklar, wann sich der Vorfall in Washington ereignete. Bislang wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich bei dem Rizin-Brief um einen Einzelfall handele.

Nur einen Tag nach dem Bombenanschlag beim traditionsreichen Boston-Marathon nimmt die Angst vor einer neuen Terrorwelle in den Vereinigten Staaten von Amerika weiter zu. So erinnert der aktuelle Vorfall insbesondere an die Briefe, die mit Milzbrand-Erregern versehen waren und nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 verschickt wurden. Seitdem wird die Post, die an die Abgeordneten geschickt wird, regelmäßig vor der Zustellung kontrolliert. Durch die Milzbrand-Briefe starben insgesamt fünf Menschen. Damals konnte ein lange vermuteter Zusammenhang mit den Terroristen jedoch nicht bestätigt werden.

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