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Verbraucherschützer kritisieren hohen Dispozins scharf

Verbraucherschützer kritisieren hohen Dispozins scharf Verbraucherschützer kritisieren hohen Dispozins scharf © Matthias Rietschel/dapd

Dispokredite gelten als schnell und unbürokratisch, doch sie sind auch unverschämt teuer. Die weiterhin hohen Dispozinsen bringen Verbraucherschützer immer wieder in Rage.

Für viele Verbraucher ist die Inanspruchnahme des eigenen Dispokredits eine Selbstverständlichkeit geworden. Dispokredite gelten immerhin als schnell und unbürokratisch. Den zusätzlichen Finanzrahmen lassen sich die Banken aber auch teuer bezahlen. Verbraucherschützer üben immer wieder scharfe Kritik an den hohen Dispozinsen. Obwohl die Leitzinsen auch weiterhin auf einem historischen Rekordtief sind, müssen Bankkunden für den Dispokredit tief in die Tasche greifen. Vielen Verbrauchern ist dabei weiterhin nicht bewusst, wie hoch die Zinssätze tatsächlich sind.

Nach Angaben von Finanztest sind die Dispozinsen eine lukrative Einnahmequelle für die Finanzunternehmen. Doch die hohen Gebühren müssen von den Kunden nicht hingenommen werden. Finanztest hat im Rahmen einer aktuellen Überprüfung insgesamt 1566 Geldhäuser nach der Höhe von ihren Dispozinsen befragt. Auf die Anfrage haben dagegen nur 357 Banken geantwortet.

Der Redaktion gelang es jedoch in einer auch für Finanztest-Verhältnisse aufwendigen Recherche-Aktion die Konditionen von insgesamt weiteren 588 Banken zu ermitteln. Das Ergebnis der aktuellen Überprüfung zeigt, dass bei vielen Geldhäusern die Zinsen für die Dispokredite auch weiterhin deutlich zu hoch sind. Die Banken nehmen zum Teil bis zu 15,32 Prozent als Überziehungszins. Der Strafzins, der für das schnelle und ebenso unbürokratische Überziehen des Kontos erhoben wird, beläuft sich im Durchschnitt auf immerhin 11,76 Prozent. Die Verbraucherschützer haben neben den hohen Zinssätzen auch die mangelnde Transparenz von vielen Banken, sowie Sparkassen gegenüber den Verbrauchern kritisiert.

Demnach erfahren sowohl Bestandskunden als auch Kunden in spe nur mit großem Aufwand oder überhaupt nicht, wie hoch die Zinsen für den Dispokredit aktuell sind. Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest, betonte, dass es sich bei dem Dispozins um eine lukrative Einnahmequelle für die Banken handelt. Der Grund dafür sind die weiterhin geringen Leitzinsen, durch die die Banken so günstig wie lange nicht mehr an ihr Geld gelangen. Derzeit können sie sich immerhin zu einem Zinssatz von 0,75 Prozent Geld von der EZB leihen.

Das Risiko, dass ein Kunde das Geld, das er durch den Dispozins in Anspruch nimmt, nicht zurückzahlt, ist außerdem vergleichsweise gering. Demnach bewegt sich die Ausfallquote beim Dispo zwischen 0,2 bis 0,3 Prozent. Dies ist deutlich weniger als dies bei normalen Ratenkrediten der Fall ist. Primus kritisierte nicht nur die hohen Zinssätze. Ärgerlich sei auch die fehlende Transparenz, die viele Institute haben. Er spreche sich aus diesem Grund von einer gesetzlichen Pflicht mit Blick auf eine Art Preisaushang aus. Dieser soll nicht nur in den Filialen, sondern ebenso auf den Webseiten der Banken veröffentlicht werden.

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