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Verkehrsclub kritisiert das Fahrgastrechtegesetz als Verschlechterung für die Kunden

Verkehrsclub kritisiert das Fahrgastrechtegesetz als Verschlechterung für die Kunden

Am Mittwoch tritt das Fahrgastrechtegesetz in Kraft.

Berlin. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) befürchtet eine Verschlechterung, dass sich die Beschwerdemöglichkeiten von Fahr- und Fluggästen in Zukunft verschlechtern werden. Das am Mittwoch in Kraft tretende Fahrgastrechtegesetz stelle nicht sicher, dass sie künftig ihre Rechte tatsächlich wahrnehmen könnten, sagte der VCD-Bundesvorsitzende Michael Gehrmann am heutigen Montag in Berlin.

Hintergrund sei, dass die seit fünf Jahren bestehende und mit Steuermitteln finanzierte Schlichtungsstelle „Mobilität“ beim VCD zum 1. Dezember abgeschafft werde. Sie werde im Rahmen des neuen Gesetzes durch eine komplett neue Schlichtungsstelle „öffentlicher Verkehr“ in der Trägerschaft der Unternehmen ersetzt. Es gebe keine Übergabe, die bislang gesammelten Erfahrungen und Kontakte würden nicht weiter genutzt. So könnten die Beschwerden von Kunden des öffentlichen Verkehrs nicht nahtlos weiterbearbeitet werden, kritisierte Gehrmann. Die zuständigen Ministerien für Verbraucherschutz und Verkehr müssten hier dringend nachbessern, um auch künftig eine professionelle Schlichtung sicherzustellen.

Für eine Beschwerde bitte zuerst 48 Fragen beantworten

Bahn- und Flugkunden sind überdies laut VCD gegenüber den Verkehrsunternehmen künftig eher schlechter gestellt. In ihrer derzeitigen Form könne die neue Stelle keine Anfragen von Fluggästen mehr entgegennehmen. Bislang habe sich kein einziges Flugunternehmen dazu bereit erklärt, dem bisher nur von Bahnverkehrsunternehmen getragenen Trägerverein der neuen Schlichtungsstelle öffentlicher Verkehr beizutreten. Unklar sei zudem, ob sich ausländische Fluggesellschaften überhaupt an der neuen Schlichtungsstelle beteiligen dürften.

Kritik übt der VCD auch an dem von den Bahnunternehmen erstellten Beschwerdeformular, das ab Mittwoch erhältlich ist. Anstatt es den Verbrauchern möglichst leicht zu machen, ihre Rechte im Verspätungsfall unbürokratisch und schnell wahrnehmen zu können, müssten sie einen Beschwerdebogen mit 48 Fragen ausfüllen. (ag/ddp)

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