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News vom 17. August 2009
© Angelika Wolter, Pixelio.deJetzt bietet die Natur allerlei reife Beeren. Mit ihren leuchtenden Farben ziehen sie die Blicke auf sich, doch nicht alle Früchte aus der Natur sind genießbar.
Kinder sollten vor giftigen und ungenießbaren Beeren gewarnt werden. Um die Sprösslinge auf giftige und ungenießbare Arten hinweisen zu können, sollten Erwachsene selbst dazu in der Lage sein, Beeren zu bestimmen. Allein anhand der Farbe lässt sich nicht sagen, ob eine Art giftig ist oder nicht. So wird immer wieder behauptet, rote Beeren seien grundsätzlich gefährlich, weil es sich um eine natürliche Alarmfarbe handelt.
Dass dem nicht in jedem Fall so ist, belegen zum Beispiel die Beeren der Eberesche, auch Vogelbeeren genannt. Die roten Früchte sind reich an Vitamin C und eignen sich für die Herstellung von Konfitüre und Gelee. Giftig sind dagegen unter anderem die roten Beeren der Zwergmispel, des Seidelbasts und des Pfaffenhütchens. In Bodennähe finden sich die leuchtend roten Beeren des Aaronstabs, auch sie sind giftig.
Den Beeren der Eibe wird ebenfalls häufig nachgesagt, eine toxische Wirkung zu haben. Tatsächlich ist nicht das Fruchtfleisch, sondern die Samen stark giftig. Eine dunkle bis schwarze Färbung kann ebenfalls Giftigkeit signalisieren. So sind Brombeere und Schwarzer Holunder essbar, doch Arten wie Tollkirsche oder Liguster sind toxisch und sollten nicht verzehrt werden. Sicherheitshalber sollten Kinder gar nicht erst dazu verleitet werden, draußen allein Beeren zu sammeln oder gar zu essen. Erwachsene sind ihre Vorbilder. Wer vor einem Heranwachsenden Beeren pflückt und sofort verspeist, verführt das Kind dazu, dieses Verhalten irgendwann nachzuahmen.
Dabei erwischt es dann vielleicht keine harmlose Brombeere, sondern eine toxische Art. Sinnvoller ist es, den Kleinen beizubringen, gepflückte Beeren unbedingt zu Hause zu zeigen und nicht heimlich zu essen. Sollte dennoch ein Verdacht auf eine Vergiftung bestehen, ist umgehend ein Notarzt oder der Giftnotruf zu kontaktieren. Viele größere Städte verfügen über spezielle Rufnummern, unter denen Informationen über Vergiftungsfälle zu erhalten sind.
Auf keinen Fall sollten medizinische Laien in Eigenregie Gegenmaßnahmen ergreifen. Es ist grundsätzlich sinnvoll, einen Experten zu Rate zu ziehen. (mp/sm)
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