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Vorsicht vor RFID-Chips in Kleidung

Vorsicht vor RFID-Chips in Kleidung © Sigtrix - Fotolia.com

Der Verein Digitalcourage (ehemals FoeBuD e.V.) setzt sich seit 1987 für Bürgerrechte und Datenschutz ein. Neuerdings warnt der Verein vor einer bis dato völlig unbekannten Gefahr in Kleidungsstücken.

Das WDR-Fernsehen berichtete Anfang 2012 in seiner Sendung „Markt“ von einer erregenden Aktion in einem bekannten Bielefelder Modegeschäft. Das Unternehmen nähte sogenannte RFID-Chips (Radio-Frequency Identification) in seine Kleidungsstücke. Im Textiletikett befinden sich versteckte Funketiketten, deren Ortung auf einer Entfernung von bis zu acht Metern möglich ist.

Mittlerweile nutzen immer mehr Modemarken diese Technologie und vergeben eindeutige Seriennummer an ihre Kleidungsstücke, um Produktfälschungen zu verhindern. Geschäfte wie Peuterey und Gerry Weber dagegen nutzen die Chips für ihre Inventur. Mithilfe von speziellen Lesegeräten ist die Inventur innerhalb von wenigen Stunden abgeschlossen, spart somit viel Zeit und natürlich Geld. Gleichzeitig sind die Chips eine wertvolle Waffe gegen Ladendiebe.

Ahnungslose Verbraucher

Bürgerrechtsbewegung halten diese Chips für problematisch. Für sie ist es erschreckend, dass immer mehr Käufer ahnungslos Ware kaufen, die mit solchen Funkchips ausgestattet ist. Grund für Sorge ist das Auslesen der Chips auf einem Radius von acht Metern. Das funktioniert nämlich nicht nur mit den speziellen Geräten der Firmen, sondern mit Allen, die dieselbe Funkfrequenz nutzen. Es besteht somit die Gefahr, dass die Bekleidung mit den Daten der EC- oder Kreditkarte verknüpft wird. Personenbezogene Bewegungsprofile sind keine Zukunftsmusik mehr. Sollten sich die Geschäfte von der Verwendung der persönlichen Daten distanzieren, besteht immer noch die Gefahr des kriminellen Missbrauchs.

So funktionieren RFID-Chips

Die Funkchips senden auf Befehl weltweit eindeutige Seriennummern. Marktforscher können anhand der Zeichenfolge auslesen, wenn und wo Kunden ein Geschäft betreten oder verlassen. Auch die Erfassung kombinierter Kleidungsstücke ist möglich. Derzeit sind die Chips in erster Linie für die Inventur, gegen Ladendiebstahl und gefälschte Markenkleidung im Einsatz.

Gerade wegen der bedenklichen Funktion der RFID-Chips verzichtet die Metro Group mittlerweile komplett auf das System, das Modehaus Peuterey dagegen näht die Chips in die Etiketten ihrer italienischen Garderobe ein.

Derweilen fordert der Bürgerrechtsverein Digitalcourage gesetzliche Standards, wie aus einer Nachricht des Vereins ersichtlich wird. Verbrauchern bleibt bis dahin nichts anderes übrig, als sich darüber zu informieren, welche Modemarken die „Schnüffelchips“ in ihrer Kleidung einbauen. Die Kleidung aus dem Betzshop ist garantiert frei von Schnüffelchips. Achten Sie in Zukunft darauf, wo Sie Kleidung einkaufen.

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