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Weblogs: Manueller Kommentar-Spam in Blogs

Ein Weblog gehört mittlerweile zu jedem guten Haushalt, auch in Deutschland gibt es mittlerweile unzählige Blogs und der Trend geht sogar vielerorts schon zum Zweitblog. Doch mit wachsender Zahl von Blogs wachsen auch die Probleme die diese mit sich bringen: Spam in den Kommentaren, aber der Reihe nach.

Ein Weblog, eine Wortmisschung Web und Log wie Logbuch, oft abgekürzt als Blog, ist ein im Internet geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Blogger schreiben dort über alles was sie bewegt, führen Fachblogs zu einem bestimmten Thema oder nutzen diese als digitales Fotoalbum. Leser haben die Möglichkeit unter den Beiträgen einen Kommentar zu hinterlassen, was eigentlich dazu dienen soll seine Meinung zu dem Beitrag abzugeben zu können. Doch genau hier fangen die Probleme an.

Will man einen Kommentar hinterlassen, so muss man zumindest einen Namen und eine E-Mail Adresse hinterlassen und kann auch wenn man ein eigenes Blog oder eine Webseite hat die URL zu dieser eintragen. Der eingetragene Name dient dann als soggenannter Linktext zu angegebenen Webseite. Immer öfter liest man aber sehr seltsame Namen von Lesern die einem schon fast Leid so einen Namen zu haben.

So gibt es zum Beispiel den Herrn Franz Jacke der zufällig einen Online-Shop für Jacken betreibt oder Bertha Sonnenschirm die Sonnenschirme übers Internet vertreibt. Oftmals haben die Leser auch gar keine Vornamen und heißen einfach Radsportbekleidung oder Bodenbeläge. Ganz besonders lustig ist es wenn jemand „Internetmarketing seriös“ anbietet und auf solche Methoden zurückgreift. Aber was soll das ganze nun wirklich?

Es handelt sich bei dem vorgehen um unprofessionelle SEO (Suchmaschinenoptimierung) Maßnahmen oder vereinfacht gesagt um Spam. Die Suchmaschine Google bewertet Seiten unter anderem darüber wie viele fremde Webseiten auf die Seite über einen Link verweisen, hierbei ist es zudem noch von Vorteil wenn der Linktext, also bei den Blogs der eingetragene Name, themenrelevant ist. Will man bei Google gut unter dem Suchwort „Jacken“ zu finden sein, dann ist es von Vorteil möglichst viele Verweise bzw. Links von fremden Webseiten mit dem Wort „Jacken“ zu bekommen. Genau dies ist also der wahre Grund für die merkwürdigen Namen in Blogkommentaren. Man muss die Leser also nicht wegen ihrem schrecklichen Namen, sondern eher wegen ihrem unprofessionellen Vorgehen bemitleiden.

Oftmals sind es aber gar nicht die Webseiten- oder Shopbetreiber selbst die diesen Kommentarspam ausüben, sondern in vielen Fällen hantieren hier irgendwelche „billigen“ SEO Agenturen die so versuchen die Webseiten ihrer Kunden bei Google zu pushen. Abgesehen davon, dass solch Vorgehen meist nur, wenn überhaupt, von kurzem Erfolg gekrönt ist, kann durch solche Maßnahmen auch schnell mal der Ruf einer bisher seriösen Firma versaut werden. Sehr oft wissen die Webseitenbetreiber selber nichts von den Aktionen und sind über einen kurzen Hinweis per Mail oft sehr dankbar, die entsprechende SEO Agentur hat dann schnell einen Kunden weniger.

Es ist nach wie vor ein großes Problem in der Blogosphäre und wird langsam immer größer diesen manuellen Kommentarspam einzudämmen, viele viele Blogs beschäftigen sich mit dem Thema klären auf und geben einige Lösungsvorschläge, Blogger Frank Helmschrott ruft nun dazu auf die Thematik weiter zu publizieren und darüber aufzuklären, denn viele Blogger sowie Webseitenbetreiber wissen gar nicht was genau passiert. Deshalb an dieser Stelle der Beitrag.

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