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Die Zahl neuer Computer-Schädlinge ist im Juni 2009 im Vergleich zum Vormonat um über 30 Prozent auf gut 83 000 neue Malware-Typen zurückgegangen.
Doch Experten glauben nicht, dass dies nur an der bevorstehenden Feriensaison liegt, obwohl das Phänomen aus den Vorjahren bekannt ist. “Zu Beginn der Urlaubszeit sinkt die Zahl neuer Computer-Schädlinge”, erklärt Ralf Benzmüller von G Data, einem Hersteller von IT-Sicherheitslösungen. Doch ein Einbruch um mehr als 30 Prozent sei damit nicht zu erklären. Vielmehr scheint die weltweite Wirtschaftskrise die eCrime-Industrie geschwächt zu haben: Nach Dumping-Preisen für den Versand von Spam (unerwünschte Werbe-E-Mails) ist der Abschwung nun bei den Schadcode-Autoren angekommen. Momentan ist die Auftragslage in diesem Geschäftszweig offenbar rückläufig.
Für den laufenden Monat Juli wird eine Stagnation bei Malware-Neuerscheinungen erwartet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass globale Ereignisse und Katastrophen für eine vorübergehende Erhöhung sorgen könnten, weil diese Themen den Kriminellen als Aufhänger dienen. Ein Beispiel dafür ist der Tod des Popstars Michael Jackson, der jüngst eine Welle von Spam-E-Mails ausgelöst hatte. cid/sm © Klicker, Pixelio.de
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