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Dafür sollen direkte Steuern dann gesenkt werden
Bielefeld. Der Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar, hat eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25 Prozent gefordert. Wenn dieser Schritt richtig angekündigt werde, könne er für einen zusätzlichen Nachfrageschub sorgen und so die auch im nächsten Jahr die noch schwache Konjunktur stützen, erläuterte Straubhaar der in Bielefeld erscheinenden «Neuen Westfälischen» wie diese in ihrer Mittwochausgabe meldet.
Gleichzeitig müssten aber im Rahmen einer großen Steuerreform dann die direkten Steuern gesenkt werden, betonte der Volkswirtschaftler. Ein drittes Konjunkturpaket lehnte er hingegen ab. «Ein drittes Programm als Kopie der beiden ersten würde nichts helfen.»
Der Aufschwung mit höchstens einem Prozent Wachstum im nächsten Jahr werde höchstens durch einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf rund vier Millionen Menschen gebremst. Gleichzeitig warnte er aber auch vor der Illusion, durch ein Ausschalten sämtlicher jetzt bekannter Risiken zukünftige Krisen verhindern zu können. «Krisen gehören einfach zu unserem Wirtschaftssystem”, erklärte Straubhaar. (ij/ddp)
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