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YouTube spricht sich für Klarnamen aus

YouTube spricht sich für Klarnamen aus YouTube spricht sich für Klarnamen aus © Margarethe Wichert / dapd

Das Videoportal YouTube hat sich für Klarnamen ausgesprochen. Neuerdings sollen User, die unter einem Pseudonym kommentieren, dies auch entsprechend begründen.

Das Online-Videoportal YouTube hat sich jüngst für die Verwendung von Klarnamen ausgesprochen. Kommentieren User bei dem Portal unter einem Pseudonym, sollen sie das neuerdings entsprechend begründen. Dagegen wäre es der Konzernmutter Google lieber, wenn jeder YouTube-Nutzer seinen Profilnamen von dem sozialen Netzwerk Google+ verwenden würde. Bei YouTube sind beleidigende Kommentare keine Seltenheit, sondern gehören zum traurigen Alltag.

Mittlerweile ist das Portal bereits mehr als eine Videoplattform. Für viele User hat sich YouTube zu einem sozialen Netzwerk entwickelt, das sich jedoch mitunter ziemlich asozial darstellt. Als Reaktion auf beleidigende Kommentare versucht YouTube-Mutter Google nun die Nutzer dazu zu animieren, die echten, vollen Namen zu nutzen, wenn sie Kommentare verfassen. Für einige können es sich dabei um einen Versuch handeln, dass Diskussionsniveau auf YouTube ein Stück anzuheben. Die Theorie hinter der Idee ist simpel. So geht Google offenbar davon aus, dass sich Menschen besser benehmen, wenn sie identifizierbar sind.

Jedoch könnte es sich bei der Idee lediglich auch um einen weiteren Schritt des US-Konzerns handeln, die eigenen Dienste eng mit dem Netzwerk Google+ zu verbinden. Dadurch könnte Google durchaus umfangreiche Nutzerprofile erstellen. Damit das Kommentieren eines YouTube-Videos möglich ist, müssen sich die Nutzer mit ihrem YouTube- oder Google-Konto anmelden. Nutzer, die bereits über ein Profil bei dem sozialen Netzwerk verfügen, erhalten nun ein Fenster angezeigt. In diesem können sie sehen, wie der Kommentar mit dem Profil durch YouTube verknüpft wird. Klicken User unbedacht auf den blauen Button oder nutzen sie die Eingabetaste, werden sie künftig automatisch unter dem Namen kommentieren, der auch bei Google+ zu finden ist. Darüber hinaus wird auch das Profilfoto in den Kommentar integriert.

Häufig handelt es sich bei dem Profilnamen von Google+ auch um den Klarnamen der Nutzer. Möchte der User jedoch weiterhin unter einem Pseudonym kommentieren, muss er auf den grauen Button klicken, der jedoch sehr unscheinbar gestaltet wurde. Mit Klick auf den grauen Button gibt er an, dass er den vollständigen Namen nicht verwenden möchte. YouTube ging auf diese Art und Weise bereits im März vor. Zu dieser Zeit räumte das Portal seinen Nutzern die Möglichkeit ein, für die Erstellung eines neuen Kanals das Profil von Google+ zur Hand zu nehmen.

Der entsprechende Button war auch dort wesentlich auffälliger als der kleine alternative Link, mit dem die Nutzer hätten eine Verknüpfung ablehnen können. Wird der graue Button angeklickt, wird dem Nutzer ein zweites Fenster gezeigt. In diesem wird er schließlich dazu aufgefordert, zu erklären, warum er unter dem realen Namen nicht kommentieren möchte.

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