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News vom 05. Februar 2010
© Clemens Bilan/ ddp
Eine Studie zeigt, dass die Mehrheit der Kinder zu kleine Schuhe tragen, was zu Fehlstellungen der Zehen führen kann.
Ein deutsch-österreichisches Forscherteam der Medizinischen Universität Wien führte eine Studie an 858 drei- bis sechsjährigen Kindern durch. Dabei kamen die Wissenschaftler zu dem Forschungsergebnis, dass die Kinderfüße überwiegend in zu kleinen Schuhen stecken, was zu Schädigungen führt. Der aktuell publizierten Studie zufolge trugen rund 70% der Kinder zu kurze Straßenschuhe, bei den Hausschuhen waren es sogar 89%, was für die eingezwängten Füßchen gravierende Folgen habe.
Im zweiten Untersuchungsschritt ihrer Studie nahmen die Wissenschaftler die Kinderfüße unter die Lupe und überprüften die Winkelstellung der großen Zehen. Das Ergebnis machte deutlich, dass bereits 76,1% der Kinder unter einer Schiefstellung der großen Zehe litt und bei 14,2% die Kinderzehen sogar um 10 Grad und mehr gekrümmt waren. Nur bei 24% der Kinder zeigten sich keine Abweichungen. Die 3D-Messung wurde mit einer Genauigkeit von 0,01 Millimetern durchgeführt. Der Befund war eindeutig: Je kürzer die getragenen Schuhe, desto gravierender zeige sich die Schiefstellung der Großzehe, die im medizinischen Sprachgebrauch auch als Hallux valgus bezeichnet wird, deren Fehlstellung sich nur durch eine Operation beheben lässt. Schon bei nur um eine Größe kleinere Straßenschuhe steigt den Forschern zufolge das Risiko einen Hallux valgus zu bekommen um 5%, sogar 17% bei Hausschuhen. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler um Wieland Kinz von der Medizinischen Universität Wien im Fachjournal “BMC Musculoskeletal Disorders”.
Da Kinder nach Ansicht der Forscher 12 bis 17 Millimeter Spielraum im Schuh brauchen, raten sie deshalb Eltern und Schuhhandel, die Füße und die Innenlänge der Schuhe mit einem Messgerät in Millimetern zu messen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Schue auch passen.
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