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News vom 14. Juli 2008
Vom Senioreneuropameister im Berglauf, Helmut Reitmeir, wurden nach dem Tod von zwei Sportlern schwere Vorwürfe gegen den Veranstalter des Extremberglaufs auf die Zugspitze geäußert. «Es ist unverzeihlich, dass da am Sonntag zwei Menschen sterben mussten. Das wäre einfach nicht nötig gewesen», so Reitmeir am Montag der gegenüber Nachrichtenagentur ddp. Der 64-Jährige testete nach eigenen Angaben in der letzten Woche die Strecke und hatte sich die Wettervorhersagen angesehen. Im Anschluß habe er beschlossen, sich am Sonntag nicht an dem rund 16 Kilometer langen Lauf über 2100 Höhenmeter zu beteiligen.
Auf seiner Internetseite habe er schon am Donnerstag davor gewarnt, dass sich bei Nebel Teilnehmer verlaufen könnten, weil es der Veranstalter nicht als nötig erachte, bei hoch gelegenen Schneefeldern die Strecke zu kennzeichnen, so Reitmeir. Er sei davon überzeugt gewesen, dass der Lauf wegen schlechtem Wetter abgebrochen werde. «Als ich dann am Sonntag erfahren habe, dass die ersten im Ziel angekommen sind, bin ich wirklich erschrocken, dass es bis nach oben geht», so der Sportler.
Der viermalige Sieger des Zugspitz-Berglaufs in der Seniorenklasse übte auch Kritik bezüglich des Verhaltens der Bergwacht. Es sei «völlig unverständlich», dass die Einsatzleitung nicht wie im letzen Jahr einen Abbruch des Laufs gefordert hat. Zwar könne die Bergwacht laut Reitmeir den Wettbewerb nicht verbieten. «Der Veranstalter wäre solch einer Aufforderung aber bestimmt gefolgt», so Reitmeir, «sonst wäre er doch ein absoluter Tölpel gewesen.»
Reitmeir hält nicht viel davon, nach dem Drama an der Zugspitze eine Attestpflicht für solche Läufe einzuführen. «In Ländern, in denen es das gibt, gehen die Sportler zum Arzt und sagen: Unterschreib das!» Und er fügte hinzu, dass bei schlechtem Wetter ein Attest auch nichts bringt. (ddp)
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